Familien Klettersteigwochenende Rax 30./31. Mai 2026

30./31.05.2026

Am letzten Maiwochenende machten wir uns auf, die Rax über Klettersteige zu erklimmen. Beim Weichtalhaus im Höllental traf sich am Samstag, 30.05.2026, unsere kleine Gruppe: Samuel mit Papa Manfred, Nici mit Papa Helge, begleitet von Walter und Martin.

Wir machten uns auf in Richtung kleines Höllental, wo unsere erste Herausforderung, die Schönbrunner Stiege auf uns wartete. Bei sonnigem Wetter durch einsame und großartige Szenerie wandernd, das letzte Stück steil bergauf, erreichten wir den Gaislochsteig (B). Hier klinkten wir unsere, zuvor bei einer Jausenpause angelegten Klettersteigsets erstmals in das Stahseil. Dieser Klettersteig ist immer feucht und daher rutschig, was ihn trotz seiner geringen Schwierigkeit zu einer ernstzunehmenden Herausforderung macht. Diese haben unsere Familien aber gut gemeistert. Weiter ging es dann über den sehr ausgesetzten Gustav Jahn Steig (B). Entlang eines schmalen Felsenbandes und Leitern ging es dem Raxplateau entgegen. Trotz der Anstrengung hatten wir immer wieder Zeit und Muße, die herrlichen Tiefblicke in das kleine Höllental zu genießen. Die eine oder andere schöne Blume wurde bewundert und auch den Alpensalamandern entlang des Steigs wurde Aufmerksamkeit gewidmet. Unsere Familien haben das ungewohnte Terrain souverän und ohne große Probleme begangen. Die mitgeführten Seile konnten im Rucksack bleiben. Auch Kopfschmerzen und ein Regenschauer haben uns nicht eingebremst und wir haben wohlbehalten die Höllentalaussicht am Raxplateau erreicht. Stolz haben wir mit Mannerschnitten die erste Klettersteigbegehung der Kinder gefeiert! Zum Ottohaus, unserem Übernachtungsziel, war es jetzt nur mehr ein kurzer gemütlicher Spaziergang.

Am Ottohaus wurden wir sehr freundlich von einer Mitarbeiterin empfangen und konnten unsere Zimmer – sehr luxuriös mit Bettwäsche und Handtuch ausgestattet – beziehen. Während es draußen geregnet hat, haben wir es uns mit Kuchen und später dem Abendessen gemütlich gemacht. In einer Regenpause haben wir trotz des starken Winds noch einen kleinen Spaziergang rund um die Hütte gemacht.

Am Sonntag haben wir uns nach einem ausgiebigen Frühstück auf den Weg zurück ins Tal gemacht. Alle, die am Vortag etwas angeschlagen waren, haben sich fit gefühlt. Das Wetter wirkte recht unfreundlich, das Ottohaus lag direkt in den Wolken. Trotzdem haben wir den Abstieg zu Fuß in Angriff genommen. Die Entscheidung haben wir nicht bereut, zwischendurch hat uns die Sonne gelacht. Über den Wachthüttelkamm ging es zuerst gemütlich fallend, später steil über Leitern hinunter in das Höllental. Der Weg forderte unsere ganze Aufmerksamkeit, dennoch haben wir den Ausblick genossen. Zurück beim Weichtalhaus haben wir zuerst unsere Füße – ein kältebeständiger Papa seinen ganzen Körper – in der Schwarza gebadet und die Reste unserer Jausenvorräte genossen. Dann haben wir die Übungsklettersteige besichtigt und dabei einen neu angelegten Steig entdeckt, der in zwei Varianten direkt an der Schwarza entlang das Felsufer traversiert. Natürlich haben wir das ausprobiert. Die schwerere der beiden Varianten hat uns mehr gefordert als erwartet, aber wir hatten großen Spaß. Zum Abschluss dieses Wochenendes haben wir uns mit Getränken im Weichtalhaus gestärkt. Das Wetter hat gehalten und erst als wir weggefahren sind, ist das Gewitter gekommen.

Wir hatten ein großartiges Wochenende, das sowohl den Teilnehmern als auch den Tourenführern großen Spaß gemacht hat!

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